Varianten zur Anbindung eines Web-Opacs an eine Allegro-Datenbank

Variante 1: 

Diese typische Installationsvariante sieht so aus, daß auf dem Datenbank-Server die zu Allegro-C gehörende Software "Avanti" installiert wird. Dieses Programm stellt die Server-Komponente für ein Allegro-Client-Server-Modell dar. Als Client dient im Fall eines WEB-OPACs eine Perl- oder PHP-Anwendung unter Regie des Web-Servers. Als Web-Serversoftware ist Apache, aber auch der MS-IIS verwendbar.

Bei hohen Sicherheitanforderungen ist diese Variante zu bevorzugen, da sie die Zwischenschaltung einer Firewall zwischen Web- und Datenbankserver ermöglicht.    

Variante 2:

Die Allegro-Datenbank, die Software "Avanti" als auch der Webserver mit den Perl- oder PHP-Scripten zur Darstellung der Webseiten können auch auf einer einzigen Maschine installiert werden.

Diese kostengünstige Variante ist vor allem für kleinere Bibliotheken geeignet, die  über eine DSL-Leitung angebunden sind. Sie liefert ausserdem die beste Performance bei geringsten Anforderungen an die Hardware.

Variante 3:

Schaubild Variante 3Im Extremfall können sich auch die Avanti-Software und die Datenbank auf verschiedenen Rechnern befinden. Das wäre z.B. nötig, wenn der Datenbankserver unter Novell Netware läuft, da für dieses Betriebssystem ist keine Avanti-Version verfügbar ist.

Besonderheiten der Variante 3:

Für den Fall, dass  von Windows-PCs und gleichzeitig über avanti auf die Datenbank schreibend zugegriffen werden soll, ist sicherzusetellen, dass die Datenbankintegrität nicht durch Datei-Zwischenspeicherung oder "opportunistic locking" gefährdet wird. Insbesondere ein Zugriff auf die Datenbank über zwei verschiedene Netzwerk-Protokolle ist problematisch, z.B. über CIFS und NFS von verschiedenen Clients gleichzeitig. Dem Autor ist diesbezüglich kein funktionierender Fall bekannt.

Folgende Varianten der Anbindung sind erfolgreich verwendet worden:
  • avanti-Server: Windows, Datei-Server: Windows, Verbindung über SMB (Windows-Share)
  • avanti-Server: Windows, Dateiserver: Novell Netware V6, aktueller Netware-Client (nicht über IPX)
  • avanti-Server Linux, Datei-Server: Windows, Verbindung über SMB/CIFS (Samba Version 3)
Genaue Parameter der jeweiligen Installation sind dem Autor jedoch nicht bekannt, da die Installationen nicht selbst ausgeführt bzw. betreut wurden.

Wegen des hohen Daten-Durchsatzes zwischen avanti und der Datenbank führt diese Installationsvariante zu relativ langen Antwortzeiten und ist schon allein deshalb nicht empfehlenswert.
Anando Eger / 25.01.2017